… keine Sonne, kein Mond und keine Sterne. (Mal wieder) Fotografiert auf dem Friedensplatz.

… keine Sonne, kein Mond und keine Sterne. (Mal wieder) Fotografiert auf dem Friedensplatz.

Damit keiner denkt, ich würde nie aus meiner Stadt heraus, hier mal ein Bild aus der Bundeshauptstadt.
Ich stehe in der Cuvrystraße. Neben mir steht gerade ein ganz besonderer Mensch (Das Bild ist vor ziemlich genau drei Jahren entstanden, heute ist dieser Mensch leider nicht mehr bei mir…). Ich blicke über die Spree, das Gebäude am anderen Ufer gefällt mir irgendwie.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

… oder doch ein Desaster aus verschiedenen Stilrichtungen der Architektur?
Wie dem auch sei, der Friedensplatz hat schon viel erlebt. Karneval, Open-Air Kino, Public-Viewing bei der WM oder beim BVB, Festivals, Meisterfeiern der Borussia oder den Wochenmarkt – alles schon gesehen.
Aber am schönsten ist er doch, wenn die Laternen im Dämmerlich des Abends die Friedenssäule, das alte Rathaus, und die Berswordt-Halle erleuchten… und man das neue Rathaus nicht betrachten muss.
Die dreischiffige, neugotische Liebfrauenkirche steht in der westlichen Innenstadt, gleich hinter dem Sankt Johannes-Hospital. Weil der Bau in Ziegelbauweise erfolgen sollte, wurde damals zuerst eine Ziegelei errichtet. Nachdem sie im zweiten Weltkrieg zerstört worden war, wurde sie ab 1947 wieder aufgebaut.
Der Blick von der Treppe vorm Haupttor zum Turm hinauf zeigt, wie wuchtig der Bau ist.
Am vergangen Sonntag wartete die südliche Innenstadt gespannt auf den großen Knall. Gegen 12 Uhr sollte der Turm des 1971 erbauten Volkswohl Bund Hochhauses gesprengt werden. Wie ein zum Tode Verurteilter wartete das im Vorfeld bereits entkernte Skelett aus Stahlbeton auf seinen Scharfrichter.

12.06 Uhr: Die Sprengung. Der angeschlagene Riese taumelt, fällt dann in sich zusammen.
Kurz darauf versank die Umgebung in einer dichten Staubwolke.
Am Nachmittag erinnerte nur noch ein Trümmerhaufen an das Spektakel.